Bankenmonitor: Vertrauen schwindet
Beim Thema Nachhaltigkeit trauen viele Menschen den Schweizer Banken nicht mehr über den Weg. Dies wurde nicht nur in der neuen Auflage des Bankenmonitors bestätigt, sondern war auch beim Sammeln der Unterschriften für die Finanzplatz-Initiative deutlich spürbar.
Maya Tharian, Mitglied des Initiativkomitees und Co-Präsidentin der Jungen Grünliberalen Schweiz, sagt dazu:
«Viele Menschen haben die Initiative unterschrieben, weil sie beim Thema Nachhaltigkeit das Vertrauen in die Banken verloren haben. Genau da setzt die Finanzplatz-Initiative an – sie schafft Transparenz und Glaubwürdigkeit.»
Obwohl der Schweizer Finanzplatz nach wie vor als wirtschaftlich wichtig angesehen gilt, bröckelt die Glaubwürdigkeit der Branche ausgerechnet dort, wo es für die Zukunft entscheidend ist. Rund 75 Prozent der Befragten kritisieren, dass Finanzinstitute ihren Profit stärker gewichten als ihre gesellschaftliche Verantwortung.
Das ist ein eindeutiges Signal: Für Vertrauen braucht es verbindliche Leitplanken. Genau das schafft die Finanzplatz-Initiative. Mit wirkungsvollen Massnahmen will sie die Tätigkeiten des Schweizer Finanzplatzes mit internationalen Klima- und Biodiversitätsabkommen in Einklang bringen. Banken und andere Finanzakteure sollen, wie die restliche Wirtschaft, ihre Verantwortung wahrnehmen und ihre Versprechen einlösen.
Das wachsende Unbehagen in der Bevölkerung ist kein Zufall, sondern Ausdruck einer Lücke zwischen den Versprechen und den tatsächlichen Handlungen der Finanzinstitute. So verantwortet der Schweizer Finanzplatz weiterhin ein Vielfaches der gesamten inländischen CO2-Emissionen der Schweiz.
Die Finanzplatz-Initiative schliesst diese Lücke und stärkt damit langfristig auch das Vertrauen in die Banken.