Öl-Exportpipeline in der Sahara-Wüste © mauritius images / Richard J Greenman / Alamy / Alamy Stock Photos

Öl- und Gasförderung – mit Unterstützung aus der Schweiz

Trotz internationaler Klimaziele und eindringlicher Warnungen der Wissenschaft wird der Ausbau fossiler Energien weiterhin massiv vorangetrieben. So zum Beispiel in Ghawar im Osten Saudi-Arabiens, wo das weltweit grösste Erdölfeld über weitere Jahrzehnte hinweg ausgebeutet werden soll. Finanzielle Unterstützung für das klimaschädliche Geschäft gibt es auch aus der Schweiz.

Der saudische Energiekonzern, der auf einer Fläche, die vierzehnmal so gross ist wie der Genfersee, Erdöl fördert, zählt zu den grössten Verursachern von Treibhausgasemissionen weltweit. Studien zeigen, dass der Konzern allein für über vier Prozent der globalen Emissionen verantwortlich ist – mehr als jedes andere Unternehmen.

Ungeachtet dessen werden die Förderkapazitäten weiterhin ausgebaut. Das gefährdet direkt die internationalen Klimaziele. Die Vereinten Nationen haben die Ausdehnung der Öl- und Gasförderung deshalb bereits kritisiert.

Möglich wird die fossile Expansion unter anderem durch internationale Finanzierungen. 2019 und 2024 wurden in zwei grossen Aktienverkäufen über 40 Milliarden US-Dollar eingenommen. Abgewickelt wurden diese Transaktionen massgeblich durch die Unterstützung internationaler Finanzakteure.

Auch Schweizer Grossbanken spielten dabei eine zentrale Rolle. Sie traten als Organisatoren und Vermittler auf und profitierten von Millionenprovisionen. Damit trugen sie zur Ausweitung einer der klimaschädlichsten Industrien der Welt bei.

Finanzströme wie diese zeigen, wie eng die Förderung fossiler Energien mit den globalen Finanzmärkten und insbesondere mit dem Schweizer Finanzplatz verflochten ist. Um die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen, braucht es verbindliche Regeln – auch für Finanzinstitute.